Ein Schatten entsteht, wenn ein Gegenstand Licht daran hindert, eine Fläche zu erreichen. Bei deinem Versuch ist die Taschenlampe die Lichtquelle. Die Figur steht im Lichtweg. Auf dem Papier siehst du den Schatten. [1]
Wo die drei Dinge stehen, macht einen Unterschied. Ändert sich der Abstand zwischen Lampe und Figur, kann sich die Größe des Schattens verändern. Auch die Richtung, aus der das Licht kommt, beeinflusst seine Form.
Erst vermuten, dann messen
Du brauchst eine Taschenlampe, eine standfeste Figur, Papier und ein Lineal. Benutze keine Kerze. Leuchte niemandem in die Augen.
Stell die Figur vor eine Papierfläche und beleuchte sie. Markiere die äußersten Punkte des Schattens. Miss eine Länge, die du bei jeder Runde gleich bestimmen kannst.
Lass jetzt die Figur und das Papier stehen. Bewege nur die Lampe. Sag vor dem Messen, was du erwartest. Wird der Schatten länger, kürzer oder bleibt er gleich?
Notiere den Abstand und das Ergebnis. Wenn du alles gleichzeitig verschiebst, weißt du später nicht, welche Veränderung den Unterschied verursacht hat.
Draußen wandert das Licht
Auch ein Baum wirft im Tagesverlauf unterschiedliche Schatten. Durch die Drehung der Erde verändert sich die scheinbare Position der Sonne am Himmel. Das Licht kommt dann aus einer anderen Richtung.
Du darfst einen Schatten draußen beobachten. Schau dafür auf den Boden, niemals direkt in die Sonne.
Falls deine Vermutung beim Taschenlampenversuch falsch war, ist der Versuch trotzdem gelungen. Du hast etwas geprüft, statt es nur zu behaupten.