Stell dir einen heißen Tag vor. Du gehst über einen sonnigen Platz mit Asphalt. Dann kommst du unter Bäume. Auf einmal ist es angenehmer.
Asphalt, Dächer und andere feste Oberflächen nehmen Wärme auf und speichern sie. Sie können später noch Wärme abgeben, wenn die Sonne schon verschwunden ist. In einer dicht bebauten Stadt kommen weitere Wärmequellen dazu, etwa Fahrzeuge und Klimaanlagen. [1]
Blätter können mehr als Schatten machen
Bäume schirmen einen Teil des Sonnenlichts ab. Außerdem geben sie Wasser an die Luft ab. Wenn Wasser verdunstet, wird dafür Energie gebraucht. Das trägt zur Kühlung der Umgebung bei. [2]
Wie groß der Unterschied ist, hängt vom Ort ab. Wind, Feuchtigkeit, Tageszeit und Bebauung spielen mit. Ein Wald ist deshalb nicht immer und überall kälter als jeder Platz in einer Stadt.
Und Vorsicht beim Vergleichen: Ein heißer Stein und warme Luft sind nicht dieselbe Messung. Eine Oberfläche kann deutlich heißer sein als die Luft darüber.
Findet einen guten Vergleich
Sucht mit einem Erwachsenen zwei sichere Plätze: einen bei Bäumen und einen in einer bebauten Umgebung. Keine Fahrbahn und keine heißen Flächen zum Anfassen.
Wenn ihr die Lufttemperatur messen wollt, verwendet dasselbe Thermometer unter vergleichbaren Bedingungen. Das Thermometer braucht Schatten und Luft um sich herum. In direkter Sonne würde es selbst aufgeheizt.
Schreibt Ort, Uhrzeit und Wetter dazu. Was habt ihr tatsächlich gemessen? Was habt ihr nur gespürt?
Diese Unterscheidung macht aus „Hier ist es heiß!“ eine Beobachtung, mit der andere etwas anfangen können.