Ohne gemeinsame Regeln wäre beim Fußball ziemlich viel unklar. Wer darf den Ball mit der Hand anfassen? Wann zählt ein Tor? Kann jemand mitten im Spiel die Bedingungen ändern, nur weil er gerade verliert?

Regeln begrenzen, was wir tun dürfen. Gleichzeitig machen sie vieles erst möglich. Wenn alle wissen, wie das Spiel funktioniert, können sie sich aufeinander verlassen.

Wer schützt die Schwächeren?

Außerhalb des Spielfelds ist das genauso wichtig. Die stärkste Person darf nicht einfach entscheiden, wem alles gehört. Auch jemand, der leise spricht, hat Rechte.

In einer Demokratie sollen Menschen mitbestimmen können. Dazu gehören Regeln darüber, wer entscheidet und wie Entscheidungen überprüft werden. Eine Mehrheit darf dabei nicht beliebig über andere verfügen. Die Rechte von Menschen gelten auch dann, wenn sie bei einer Abstimmung verlieren. [1] [2]

Das heißt nicht, dass jede vorhandene Regel gut ist. Vielleicht schließt sie jemanden aus. Vielleicht löst sie das Problem gar nicht. Dann dürfen wir darüber streiten und eine bessere Regel vorschlagen.

Erfindet euer eigenes Spiel

Sucht euch zu zweit einen Ball oder ein anderes Spielmaterial. Vereinbart drei Regeln. Spielt eine Runde und beobachtet: Haben beide eine echte Chance? Versteht ihr die Regeln gleich? Was passiert, wenn ihr verschiedener Meinung seid?

Ändert anschließend eine Regel. Erklärt, warum ihr sie ändern wollt, und probiert es noch einmal.

Wenn dein Gegenüber jede Runde gewinnt, ist das übrigens noch kein Beweis für eine schlechte Regel. Es könnte auch sein, dass du noch üben musst. Die Frage nach der Fairness darfst du trotzdem stellen.