Menschen wollen nicht immer dasselbe. Das gilt für Spiele, Sitzplätze und dafür, wer gerade Aufmerksamkeit bekommt. Ein Streit kann zeigen, dass etwas geklärt werden muss.

Vielleicht sagt jemand: „Wir spielen immer dein Spiel!“ Dann geht es nicht nur um Fußball. Es geht auch darum, ob beide Wünsche berücksichtigt werden.

Sag, was dich ärgert

„Du bist immer gemein!“ macht eine Verständigung schwierig. Konkreter wäre: „Heute haben wir wieder dein Spiel gespielt. Ich möchte auch einmal entscheiden.“

Lass die andere Person erklären, was sie möchte. Zuhören bedeutet nicht, sofort nachzugeben. Es hilft dir aber, das tatsächliche Problem zu erkennen.

Wenn ihr sehr aufgeregt seid, kann eine Pause helfen. Danach lässt sich manchmal besser überlegen: Abwechseln? Zwei Spiele nacheinander? Eine neue Idee, die beiden gefällt?

Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Sicht gehört wird. Dazu gehört auch eine Umgebung, in der sie ohne Gewalt und Einschüchterung miteinander umgehen können. [1] [2]

Probiert zwei Lösungen aus

Nehmt einen kleinen, erfundenen Streit. Jede Person erklärt ihre Sicht, ohne unterbrochen zu werden. Die andere wiederholt anschließend, was sie verstanden hat.

Findet zwei mögliche Lösungen. Welche ist für beide fair? Warum?

Es gibt eine wichtige Grenze: Wenn dich jemand bedroht, verletzt oder dir Angst macht, musst du das nicht allein durch geschicktes Reden lösen. Hol dir Unterstützung bei einem Erwachsenen, dem du vertraust.

Ein Ende des Streits ist keine gute Lösung, wenn eine Person nur aus Angst still geworden ist.