Die Sonne schickt Licht zur Erde. Bevor es deine Augen erreicht, trifft es auf die Atmosphäre: die Luftschicht um unseren Planeten.
Darin sind winzige Moleküle. Sie streuen einen Teil des Lichts in verschiedene Richtungen. Kurzwelliges Licht, etwa Blau, wird stärker gestreut als langwelliges rotes Licht. Wenn du in den Himmel schaust, erreicht dich deshalb viel blaues Licht aus unterschiedlichen Richtungen. [1]
Warum nicht violett?
Violettes Licht ist noch kurzwelliger. Warum erscheint uns der Himmel trotzdem überwiegend blau? Dazu gehören auch die Farbempfindlichkeit unserer Augen und die Zusammensetzung des Sonnenlichts. „Blau wird gestreut“ ist also eine hilfreiche Kurzfassung, aber noch nicht die ganze Erklärung.
Der Himmel ist übrigens nicht blau, weil sich das Meer darin spiegelt. Auch weit weg von einer Küste kannst du einen blauen Himmel sehen.
Abends sieht es anders aus
Steht die Sonne tief, legt ihr Licht einen längeren Weg durch die Luft zurück. Ein größerer Anteil des kurzwelligen Lichts wird unterwegs aus der direkten Richtung gestreut. Darum können die Sonne und der Himmel in ihrer Nähe rot oder orange erscheinen. [1]
Beobachte den Himmel morgens, mittags und gegen Abend. Schau dabei immer in einen Bereich abseits der Sonne. Niemals direkt in die Sonne schauen, auch nicht durch eine Kamera oder ein Fernglas.
Notiere die Farben und ob der Himmel klar, wolkig oder diesig ist. Sehen die Farben jeden Tag gleich aus?
Eine einfache Frage nach Blau führt so zu Licht, Luft und deinen Augen. Alle drei haben mit der Antwort zu tun.