Eine KI kann dir beim Schreiben helfen, eine Erklärung formulieren oder Ideen sammeln. Dafür hat sie beim Training viele Muster in Daten gelernt. Ein Sprachmodell erzeugt daraus passende Textfolgen. Das kann sehr nützlich sein. Es kann aber auch eine falsche Antwort ergeben. [1]

Zum Beispiel nennt die KI ein Buch, das es gar nicht gibt. Der Titel klingt gut. Der angebliche Autor passt dazu. Sogar ein Erscheinungsjahr steht da. Trotzdem: erfunden.

Noch einmal fragen reicht nicht

Du kannst zurückfragen: „Bist du sicher?“ Vielleicht verbessert die KI ihre Antwort. Vielleicht wiederholt sie den Fehler noch überzeugender. Ihre eigene Bestätigung ist keine unabhängige Kontrolle.

Manche KI-Systeme haben zusätzliche Werkzeuge. Sie können im Internet suchen oder ein Rechenprogramm benutzen. Dann kommt es darauf an, was das Werkzeug tatsächlich gefunden oder berechnet hat. Auch einen angegebenen Link musst du öffnen können.

Wenn die KI schreibt „Ich erinnere mich“, klingt das wie ein Mensch. Dieser Satz allein zeigt aber nicht, dass sie eine Erinnerung wie du hat. Du erinnerst dich vielleicht an den Geruch beim Kuchenbacken. Die Formulierung einer KI ist dafür kein Beweis.

Mach den Quellencheck

Frag eine KI, wie ein Schwerkraftmanöver funktioniert. Such anschließend mit einem Erwachsenen die Erklärung dazu bei der Raumfahrtbehörde NASA. Vergleiche: Wo stimmen die Antworten überein? Was lässt die KI weg? Gibt es einen Widerspruch?

Du musst nicht jeden Satz allein prüfen. Aber bei etwas Wichtigem sollte eine nachvollziehbare Quelle dazugehören.

Eine schön formulierte Antwort darf dir gefallen. Du darfst ihr trotzdem widersprechen.