Ein Bild kann etwas zeigen, das wirklich passiert ist. Es kann bearbeitet sein. Es kann mit einer KI entstanden sein. Und es kann echt sein, obwohl die Geschichte darunter falsch ist. [1]
Stell dir vor, jemand zeigt ein altes Foto von einer überschwemmten Straße und schreibt: „Das ist heute bei uns passiert.“ Am Foto muss nichts verändert worden sein. Die falsche Behauptung steckt in der Beschreibung.
Die Suche nach komischen Fingern reicht nicht
Manche künstlich erzeugten Bilder haben auffällige Fehler. Andere sehen sehr überzeugend aus. Aus einem fehlenden Fehler lässt sich deshalb nicht schließen, dass ein Bild echt ist.
Auch ein fehlender KI-Hinweis beweist nichts. Solche Hinweise sind hilfreich, aber du kannst dich nicht darauf verlassen, dass jedes künstliche Bild einen trägt. [2]
Prüfe lieber mehrere Dinge: Wer hat es veröffentlicht? Gibt es eine ursprüngliche Quelle? Passen Ort und Zeitpunkt zur Geschichte? Berichten andere nachvollziehbare Quellen ebenfalls darüber?
Du musst das nicht allein schaffen. Gerade wenn ein Bild dir Angst macht, zeig es einem Erwachsenen, dem du vertraust.
Dasselbe Foto, zwei Geschichten
Fotografiere ein Spielzeug. Schreib zuerst eine Beschreibung, die genau erklärt, was zu sehen ist. Schreib dann eine erfundene Geschichte dazu: „Dieser Dinosaurier wurde heute im Garten entdeckt.“
Zeigt beide Fassungen jemandem und löst das Spiel sofort auf. Der Dinosaurier hat sich nicht verändert. Aber die Beschreibung lässt ihn in einem ganz anderen Zusammenhang erscheinen.
Das kannst du beim nächsten erstaunlichen Bild im Kopf behalten. Erst die Herkunft suchen. Weiterleiten kann warten.