Bosch will in Nürnberg bis Ende 2029 rund 900 Vollzeitstellen abbauen. Nach dem Bericht des Bayerischen Rundfunks könnten ungefähr 1.000 Menschen betroffen sein: Eine Vollzeitstelle und ein Beschäftigter sind bei Teilzeitarbeit unterschiedliche Zählgrößen. Das Unternehmen begründet den Abbau mit der notwendigen Wiederherstellung seiner Wettbewerbsfähigkeit. [1]

Auf Nachfrage des BR schließt Bosch betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2027 aus. Damit deckt die Zusage nicht den gesamten angekündigten Zeitraum ab. Ob danach Kündigungen kommen, steht nicht fest. Fest steht, dass die Beschäftigten dafür bislang keine entsprechende Sicherheit haben. [1]

Welche Arbeit bleibt in Nürnberg?

Arbeitnehmervertreter stellen die Zukunft des Standorts infrage. Die Zahl der wegfallenden Stellen beantwortet nicht, welche Produkte dort künftig hergestellt werden und welche Investitionen Bosch plant. [1]

Für einen Beschäftigten zählt außerdem, ob eine angebotene Alternative erreichbar ist. Eine Stelle an einem anderen Standort kann helfen. Sie kann aber auch einen Umzug verlangen, der an Kinderbetreuung, Pflegeverantwortung oder den Kosten scheitert. Weiterbildung ist dann sinnvoll, wenn sie zu einer realistischen Beschäftigungsmöglichkeit führt.

Die konkreten Angebote gehören deshalb in die Vereinbarungen: Welche Arbeit steht zur Verfügung, zu welchen Bedingungen und ab wann? Erst damit lässt sich beurteilen, was der angekündigte sozialverträgliche Abbau für einzelne Menschen bedeutet.